Landesverband Bayern

Alle gehören dazu

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Alle gehören dazu: Für eine Gesellschaft, die zusammenhält

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Alle gehören dazu. – Das ist die Übersetzung für Inklusion in Leichte Sprache. Was ganz einfach klingt, ist ein langfristiger Prozess, der alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention vor sieben Jahren zu diesem Prozess verpflichtet. In unserer Gesellschaft werden Menschen aufgrund ganz verschiedener Eigenschaften ausgegrenzt, z.B. aufgrund von Armut, ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung. Wenn wir von Inklusion sprechen denken wir nicht nur an Menschen mit Behinderung, sondern eben an „Alle“.

Im Rahmen unseres Jahresschwerpunkts haben wir den Fokus auf die Situation von Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen sowie auf Kinder und Familien in Armutslagen gerichtet.

Jedes Kind ist gleich viel wert!

Familie ist, wo Kinder und Eltern verlässlich füreinander da sind. Heute gibt es ganz unterschiedliche Familienformen und Lebensentwürfe. Diese Vielfalt muss gleichberechtigt anerkannt werden. Familien sind die Zukunft unserer Gesellschaft – in all ihren bunten Facetten.

Die Kosten, die durch Kinder entstehen, tragen Familien momentan fast alleine, während die Allgemeinheit vom Nachwuchs profitiert. Kinder sind im reichen Deutschland ein finanzielles Risiko. Besonders Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern sind von Armut betroffen. Der Paritätische fordert: Familien müssen wertgeschätzt und finanziell besser gestellt werden.

Unsere Vision ist eine kinderfreundliche Gesellschaft, die Familien gute und verlässliche Rahmenbedingungen bietet. Dazu gehören Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote und die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Damit alle Familien ihre Lebensentwürfe verwirklichen können.

Das Leben ist bunt: Schule muss es auch sein!

Jedes Kind hat das Recht auf gleiche Bildungschancen. Schule muss den Bedürfnissen aller Kinder und Jugendlichen gerecht werden – unabhängig von Behinderung, kultureller oder sozialer Herkunft.

Bayern setzt auf Vielfalt der Schulen statt auf Vielfalt in den Schulen. Das mehrgliedrige Schulsystem trennt Kinder nach Leistungen. Das ist das Gegenteil von Inklusion.

Wir haben die Vision einer inklusiven Schule und formulieren organisatorische, pädagogische und finanzielle Rahmenbedingungen – damit alle Kinder gemeinsam lernen können. Mitgliedsorganisationen des Paritätischen zeigen seit Jahren, dass das möglich ist.

Große Gemeinschaftsunterkünfte behindern Integration

In Bayern müssen Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften leben. Auch viele anerkannte Flüchtlinge leben dort, weil sie keine Wohnung finden. Bayern setzt auf große, zentrale Einrichtungen. Dabei hätten kleine, dezentrale Unterkünfte viele Vorteile:

  • bessere Akzeptanz in der Bevölkerung durch intensiveren Kontakt und die Möglichkeit zur Begegnung
  • besserer Schutz für Frauen und Kinder
  • mehr Privatsphäre
  • Einstieg in einen Alltag mit Kita, Schule, Beruf, Einkaufen, Kochen und damit die Chance, aus dem Warten herauszukommen, aktiv zu werden und sich zu integrieren.

Das ist eine Frage der Menschenwürde.

Deshalb fordert der Paritätische dezentrale Unterbringung und unterstützt die Kampagne „Platz da! Privates Wohnen für Geflüchtete“. Er beteiligt sich an Modellprojekten, die anerkannten Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen.

2015 hat der Paritätische ein Konzept zum Schutz von geflüchteten Frauen und Kindern vorgelegt. In München haben paritätische Träger eine Flüchtlingsunterkunft nur für Frauen und Kinder geschaffen.

Wir fordern einen deutlichen Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, von dem alle Menschen mit geringem Einkommen und auch Flüchtlinge profitieren.

Integration braucht aktive Bürger

Gelingende Integration junger Flüchtlinge ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Dafür braucht es neben der Jugendhilfe aktive Bürger und Begegnungen. Der persönliche Kontakt hilft, Vorurteile und Ängste abzubauen. Wenn wir uns kennenlernen, empfinden wir Vielfalt als Bereicherung. Der Paritätische unterstützt Bürgerschaftliches Engagement mit Paten- und Begegnungsprogrammen und einem Mentoring-Projekt für qualifizierte Zuwanderer.

Wir fordern mehr Anerkennung und bessere Rahmenbedingungen sowohl für Hauptamtliche als auch für Freiwillige. Außerdem fördern wir die sinnvolle Verzahnung von Jugendhilfe und Bürgerschaftlichem Engagement.