Landesverband Bayern

Schirmherr

Foto des Musikers und Schauspielers Michael Fitz

Schirmherr des Preises für Inklusion 2016 ist Michael Fitz. Der Schauspieler und Musiker war bereits Schirmherr der Woche der Inklusion 2012 und des Preises für Inklusion 2013.

Luise-Kiesselbach-Stiftung

Logo der Luise-Kiesselbach-Stiftung

"Pionierarbeit leisten, der Arbeit Niveau geben, auch dem Ärmsten kein Menschenrecht versagen!"

Luise Kiesselbach (1863-1929)

Die Luise-Kiesselbach-Stiftung fördert innovative Projekte des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe, der Erziehung und Bildung sowie des öffentlichen Gesundheitswesens.

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Alle gehören dazu: Preis für Inklusion 2016

Inklusion braucht zur Verwirklichung den Sozialraum hat der Paritätische in Bayern 2012 in seinen 10 Forderungen zur Inklusion formuliert. Nur dort, wo Menschen zusammen leben, lernen, spielen, wohnen und arbeiten, wird Inklusion Realität: in der Sprengelschule, am Arbeitsplatz, im Supermarkt, bei Behördengängen, im Jugendtreff, im Sportverein oder im Kirchenchor.

Doch wie "macht" man Inklusion? Wie gelingt es, Gesellschaft und ihre Strukturen so zu verändern, dass alle Menschen in ihrem Sozialraum teilhaben können? Wie überzeugt man Menschen und Institutionen, andere Menschen nicht auszugrenzen, sondern sich für sie zu öffnen? Und wie kann man sie dabei unterstützen?

Die Preisträger
Mit dem Preis für Inklusion 2016 der Paritätischen Luise-Kiesselbach-Stiftung werden Projekte, Initiativen und Aktivitäten ausgezeichnet, die Veränderungen im Lebensumfeld von Menschen mit Behinderungen erfolgreich angestoßen und begleitet haben.

Paritätischer in Mittelfranken: Inklusiver Tiergarten Nürnberg

Ziel des Projekts "Inklusiver Tiergarten Nürnberg" war, an einem ganz konkreten Beispiel in der Stadt Nürnberg die unterschiedlichen Barrieren für Menschen mit Behinderungen festzustellen, zu analysieren und Lösungen zur Beseitigung der Barrieren zu finden. Dazu wurde 2013 ein Diskussionsforum gebildet, das aus Personen mit verschiedenen Beeinträchtigungen als „Experten in eigener Sache“ bestand. Durch Begehungen im Tiergarten und qualitative Interviews wurden die Barrieren identifiziert und anschließend gemeinsam mit dem Tiergarten nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Eingebunden in das Projekt waren

  • Angehörigenberatung Nürnberg e.V.
  • BBSB – Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
  • Behindertenbeauftragter der Stadt Nürnberg
  • Behindertenrat der Stadt Nürnberg
  • Deutsches Sozialwerk e.V.
  • Karl-König-Schule
  • Stadtseniorenrat der Stadt Nürnberg
  • Stiftung Mittelfränkisches Blindenheim
  • Türkisch Deutsche Verein zur Integration behinderter Menschen e.V. - TIM

Das Projekt wurde gefördert von der Aktion Mensch.

Viele der im Projekt entstanden Vorschläge wurden bereits im Tiergarten umgesetzt, andere befinden sich in der Planungsphase. Die Erfahrungen aus dem Tiergarten-Projekt fließen in das 2016 gestartete undefinedFolgeprojekt „Fit for Inklusion“ ein, in dem Unternehmen, Dienstleister und kulturelle Einrichtungen in Nürnberg angesprochen werden.


Weitere Informationen

undefinedTierisch inklusiv: Sachbericht zum Kooperationsprojekt "Inklusiver Tiergarten Nürnberg" (PDF-Datei)

undefinedInformationen zum Projekt auf der Homepage der Paritätischen in Mittelfranken

undefinedInformationen zum Projekt auf der Homepage des Tiergarten Nürnberg

undefinedBeitrag über das Projekt "Inklusiver Tiergarten Nürnberg" im Frankenfernsehen

Paritätischer in Oberfranken: Inklusive Führungen im Kunstmuseum Bayreuth

Kunst und Kultur sind wichtig für eine erfüllte und selbstbestimmte Lebensgestaltung. Deshalb haben das Kunstmuseum Bayreuth und der Sozialdienst für Hörgeschädigte des Paritätischen in Oberfranken im Sommer 2015 damit begonnen, die im Museum bereits etablierten Führungen für Sehende und Nichtsehende zu analysieren und für hörgeschädigte, gehörlose, taubblinde und hörsehbehinderte Menschen zu erweitern. Die konzeptionelle Anpassung der Führungen lag in den Händen des Sozialdienstes für Hörgeschädigte.

Eine mobile Induktionsanlage, passende Lichtverhältnisse, weniger Störgeräuschen, Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache, der Einsatz von Taubblindenassistenz oder Taubblindendolmetschern und kleine Gruppengrößen, die Sichtachsen ermöglichen - all das schafft nun auch für diesen Personenkreis gute Rahmenbedingungen im Museum. Das Projekt ermöglicht Menschen mit Behinderungen so die individuelle Begegnung mit Kunst und Kultur.

Die ersten Führungen für hörgeschädigte, gehörlose, taubblinde und hörsehbehinderte Menschen fanden im Januar 2016 statt. Die inklusiven Führungen sind zu den im Jahresverlauf wechselnden Ausstellungen als langfristiges Angebot geplant.


Weitere Informationen

undefinedZur Homepage des Paritätischen in Oberfranken

undefinedZur Homepage des Kunstmuseums Bayreuth

Für den Preis konnten sich Mitgliedsorganisationen des Paritätischen in Bayern und Projekte des Landesverbands bewerben. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.