Landesverband Bayern

Wege in eine inklusive Gesellschaft

Jeder kleine Schritt ist wertvoll

Inklusion ist derzeit in aller Munde. Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung haben Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vorgelegt. Der Bayerische Landtag hat ein Gesetz zur inklusiven Schule verabschiedet. Die Medien berichten über inklusive Projekte und Beispiele. Schaut man genauer hin, wird deutlich, dass alle etwas anderes unter Inklusion verstehen.

 

Der Begriff Inklusion ist keine Erfindung der UN-BRK, wie häufig vermutet wird. Bereits 1946 tauchte der Begriff im Yearbook of the National Socity for the Study of Education wie folgt auf: "It is clear that the judicial trend ist toward supporting the inclusion of children with handicaps in the school." Bereits Ende der 1960er Jahre diskutierte Amerika über eine gemeinsame Schule für alle Kinder. Heute ist dort längst Praxis, worüber wir in Bayern erst beginnen zu reden. In Deutschland hat der Begriff in unserem Sprachgebrauch erst zu Beginn der 1990er Jahren mit der Salamanca-Erklärung Einzug gehalten. Auf der UNESCO-Weltkonferenz "Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität", die 1994 in Salamanca in Spanien stattfand, wurde Inklusion als wichtiges Ziel in der internationalen Bildungspolitik verankert. In der deutschen Übersetzung der Salamanca-Erklärung sowie der UN-BRK wurde das Wort "inclusion" bewusst falsch mit Integration übersetzt, wahrscheinlich weil Integration kostengünstiger und einfacher umgesetzt werden kann als Inklusion. Immerhin bezeichnete Ursula von der Leyen in der Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK Inklusion als Leitgedanken und zentrales Handlungsprinzip. "Das Schlüsselwort heißt 'Inklusion'. Das bedeutet, nicht die Menschen mit Behinderung passen sich an die Gesellschaft an, sondern wir organisieren den Alltag so, dass die 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung selbstverständlich mittendrin und dabei sind."

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